Über die Situation mit Purgin (als Parlamentschef abgewählt)

О ситуации с Пургиным

Autor: friend 05.09.2015                                                       Übersetzt aus dem russischen: Thomas

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In der DVR, wie auch in anderen Gebilden ähnlichen Typs, existieren und werden auch immer Konflikte unterschiedlichster Art existieren. Aus irgendeinem Grunde verwunderte uns nicht, wenn die Feldkommandeure stritten. Aber auf eben solche Weise und aus ähnlichen Gründen streiten auch die Politiker.

Auf ganz natürliche Weise ist Sachartschenko von jedem politischen Konflikt in der ihm anvertrauten und noch reichlich instabilen DVR beunruhigt. Aber ein konfliktloses Leben auf solchen Territorien ist wohl im Prinzip unmöglich.

Jener Konflikt, den wir jetzt beobachten, wurde nicht von der politischen Aktivität Purgins sondern des ihm nahe stehenden Alexandrows bewirkt. Der ist ein Mensch, der ein ehrlicher, aufrichtiger, überzeugter Anhänger Russlands ist, der daran glaubt, dass die politische Polemik in der DVR mit dem Einsatz der DVR an der Front vereinbar ist. Und Sachartschenko – und nicht nur er allein – ist völlig entgegengesetzter Meinung. Alexandrow sah einfach die Notwendigkeit der politischen Polemik in der DVR, er versuchte, politische Strukturen zu schaffen, die nicht unter Kontrolle von Sachartschenko standen, für den wurde das geradezu zur Mine, er hat das als direkten politische Angriff auf seine Positionen wahrgenommen.

Davon mal ab, bedroht eine beliebige Schädigung der Positionen Sachartschenkos auf offensichtliche Weise nicht nur seine Positionen persönlich. Auf ihn sind alle politischen Sätze zugeschnitten, ihm wird präzedenzlose Unterstützung geleistet. Wenn er – zum Beispiel — mit Hilfe der geschaffenen Strukturen, die nicht von ihm kontrolliert werden, in irgendeiner Weise gestürzt würde, so wäre die Verantwortung für diesen Sturz nicht nur bei Sachartschenko zu suchen, sondern auch bei jenen Kräften in Moskau, die auf ihn gesetzt haben. Dadurch zeigt sich, dass die politische Aktivität Alexandrows für die Kräfte wichtig wurde, die nicht nur Sachartschenko, sondern auch die kompromittieren wollten, die auf ihn gesetzt haben.

Was Alexandrow betrifft, so besteht seine Position, die von Purgin geteilt wird, darin, dass seine Unzufriedenheit mit Sachartschenko wächst. Und eben das kann mit der Zeit bewirken, in absentia von politischen Alternativen zu ihm, dass auch die Proteststimmungen in der DVR anwachsen. Wenn diese Stimmungen sich nicht auf die prorussischen Politiker orientieren werden, die die Polemik mit Sachartschenko führen, so sind die verschiedensten Ausrichtungen dieser Stimmungen möglich. Es ist da zum Beispiel die ganz aufrichtige und ehrliche Position Alexandrows. Es gibt keine Zweideutigkeit und keine Schädigung der Interessen der DVR in dieser Position. Sowohl Purgin, als auch Alexandrow sind auf den Kampf mit Kiew ausgerichtet und es ist durchaus möglich, in einem noch höheren Grad als ihre Opponenten. Das bedeutet nicht, dass Sachartschenko oder Jemand anders in schlechterer Weise ausgerichtet wäre. Das bedeutet nur, dass die antikiewer Positionen Alexandrows und Purgins sehr fest sind. Sie sind seit langem – mindestens aber ab 2014 – prorussisch orientiert. Das kann man über Puschilin beispielsweise nicht sagen, der bis zum Maidan politisch überhaupt nicht in Erscheinung trat.

Sowohl Purgin, als auch Alexandrow sind ihrer Natur nach offenbar Revolutionäre und Maximalisten. Inzwischen stellt jedes ordnen des revolutionär-romantischen Brodelns, die Umwandlung der Partisanengruppen in die Armee usw. – die Revolutionäre in eine komplizierte Lage. Die Wahrheit ist irgendwo dahinter oder dazwischen, weil bei jedem Wink an die direkte politische Konkurrenz auf dem Territorium, zu jeder Zeit die überlegenen Kräfte des Gegners angreifen könnten – es ist allzu sehr riskant. Als der Äußerste in dieser Situation hat sich wahrscheinlich Alexandrow erwiesen, der jetzt erstmal auf dem Hoheitsgebiet Russlands wahrscheinlich für eine unbestimmte Zeit verstummen wird.

Damit werden die Beziehungen zwischen Purgin und Sachartschenko aller Wahrscheinlichkeit nach vorübergehend stabilisiert sein, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich später wieder verschärfen werden. Und jener große Kampf, der sich nicht beruhigen wird, kann sich auch in Moskau nicht beruhigen, er wird in dieser oder jener Form noch diese Donezker Sujets fordern. Solche Sujets als Tragödie zu empfinden ist sinnlos. Sie sind überall – in Südossetien, in Abchasien, in Pridnestrowje vorhanden. – darüber zu klagen ist genauso sinnlos, wie darauf zu hoffen, dass sich das mit der Zeit von selbst regelt. Die Stabilität der DVR können sie jedenfalls nicht sprengen.

Invictus maneo!

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